{"id":1038,"date":"2019-02-10T21:17:43","date_gmt":"2019-02-10T20:17:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/?p=1038"},"modified":"2019-02-14T21:23:35","modified_gmt":"2019-02-14T20:23:35","slug":"kanada-hike-in-raft-out","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/kanada-hike-in-raft-out\/","title":{"rendered":"Kanada &#8211; Hike in &#038; Raft out [Touren unserer Teilnehmer]"},"content":{"rendered":"<p>Als wir 2017 das erste Mal bei einer Packrafting-Tour mit <a href=\"https:\/\/www.land-water-adventures.com\/nahe\">LWA an der Nahe<\/a> dabei waren, war recht schnell klar, dass das nicht unsere einzige Begegnung mit diesem Sport bleiben w\u00fcrde. Ein halbes Jahr sp\u00e4ter und um eine <a href=\"https:\/\/www.land-water-adventures.com\/en\/trainings-expeditions\/hunsrueck\">Hunsr\u00fcck-Erfahrung<\/a> sowie zwei eigene bunte Gummiboote reicher planen wir dann bereits unseren n\u00e4chsten gro\u00dfen Urlaub und lange gehegten Traum: Kanada!<br \/>\nVom Raftingfieber gepackt k\u00f6nnen wir uns Kanada ohne Packrafts nicht mehr vorstellen und beginnen mit der Organisation.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\"><div class=\"otw-sc-box bordered otw-black-border bordered\"><div>Wer schreibt hier eigentlich?<\/span><\/p><br \/>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Die beiden Heidelberger Jens und Mareike, die ihre Freizeit gerne aktiv beim Zelten, Klettern, Wandern und Skifahren verbringen, haben im Sommer 2017 das erste Mal mit uns im Boot gesessen. Bei diesem ersten Paddeltag haben sie sich so sehr mit dem Packrafting-Virus infiziert, dass schon bald zwei bunte Boote bei ihnen einzogen. Zum Saisonstart 2018 pr\u00fcften die beiden ihre Ausr\u00fcstung auf Herz und Nieren, um sich dann in eigene Packrafting-Touren in Deutschland, Luxemburg und schlie\u00dflich in Kanada zu st\u00fcrzen.<\/span><\/p><br \/>\n<p><span style=\"font-size: 1rem;\">Vielen Dank euch beiden f\u00fcr&#8217;s Teilen eures Kanada-Abenteuers und viel Spa\u00df weiterhin bei euren Touren!<\/div><\/div><\/span><\/p>\n<p>Aber wie bereitet man eine Tour durch ein riesiges Land vor, von dem es weder rafting-sinnvolle Wanderkarten geschweige denn sowas wie Wasserkarten zu finden gibt? Paddler-Erfahrungsberichte sind trotz des allm\u00e4chtigen Internets auch eher rar ges\u00e4t, sodass wir letztendlich mit vielen Ideen, aber wenig konkreter Planung oder fixer Buchungen Anfang September 2018 in den Flieger nach Calgary steigen. Wie meistens \u2013 auch ohne Fluss \u2013 ist es ja sowieso entspannter, sich einfach mal treiben zu lassen.<\/p>\n<p>Von Calgary aus geht es dann ganz klassisch mit dem Mietwagen nach Canmore, quasi das Tor zu den bekanntesten Nationalparks Kanadas. Hier gibt es auch noch einen gro\u00dfen Supermarkt, der sogar Sonntags ge\u00f6ffnet hat \u2013 durchaus wichtig, wenn man nicht am n\u00e4chsten Morgen noch wertvolle Urlaubszeit mit einkaufen verbringen will. Wie wir bereits online herausgefunden hatten, gibt es in Canmore mehrere Outdoor-Shops, die auch Packrafting-Ausr\u00fcstung verkaufen. Also beginnt unser erster Urlaubstag in einem dieser L\u00e4den in der Hoffnung, jemanden zu finden, der uns mit lokalen Tipps zum Packrafting versorgen wird. Anderthalb Stunden sp\u00e4ter (und um ein B\u00e4renspray reicher) haben wir gen\u00fcgend Touren und Hinweise, um problemlos die n\u00e4chsten 6 Wochen ausschlie\u00dflich im Banff-National-Park unterwegs sein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Unser einziges Problem: Winter is coming. W\u00e4hrend es in der Woche vor unserer Ankunft noch bis zu 27 Grad vor Ort war, sind jetzt f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage eher frostige Temperaturen und sogar Schneefall angesagt. Das w\u00e4re dann mal ca. 4 Wochen fr\u00fcher als normal. Passt nat\u00fcrlich zu diesem Jahr, wo wir bei der ersten Hunsr\u00fcck-Tour einen nahtlosen \u00dcbergang vom Winter zum Sommer hatten. Dann f\u00e4llt der Herbst halt auch weg \u2013 und wir beginnen bei jeder seltenen Gelegenheit (Internet gibt\u2019s nur alle paar hundert Kilometer) unsere Routenplanung nur f\u00fcr die jeweils n\u00e4chsten 3 Tage etwas ans Wetter anzupassen. Von unseren urspr\u00fcnglich angedachten l\u00e4ngeren Touren &gt;4 Tage lassen wir die Finger \u2013 diese h\u00e4tten allesamt Wanderungen \u00fcber P\u00e4sse beinhaltet, und das vertr\u00e4gt sich einfach nicht so sehr mit Wintereinbruch und Schneetreiben in unbekanntem Terrain. Willkommen in den Rocky Mountains!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-969 size-full\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/2_Icefield_Parkway.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1223\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/2_Icefield_Parkway.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/2_Icefield_Parkway-300x153.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/2_Icefield_Parkway-768x391.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/2_Icefield_Parkway-644x328.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<p>Wir fahren also erstmal von Banff aus Richtung Norden, passieren Lake Louise im Nebel und befinden uns schnell auf dem Icefield Parkway, einer der wohl sch\u00f6nsten Stra\u00dfen der Welt. Wenn der Nebel nicht w\u00e4re\u2026 Am Ende haben wir den Banff-Nationalpark an nur einem Tag im Auto durchquert und Gletscher, Seen und Fl\u00fcsse gesehen \u2013 und durchaus schon einen Eindruck von der schieren Weite und Natur bekommen. Die erste Nacht im Park zelten wir nahe des Athabasca-Gletschers, nachts klart es auf, die Temperaturen fallen unter 0\u00a0Grad und am n\u00e4chsten Morgen begr\u00fc\u00dft uns Kaiserwetter \u00fcber dem Icefield. Es kann losgehen.<\/p>\n<p>Auf unserem Weg Richtung Norden kann man gar nicht so oft anhalten, Fotos und Wanderungen machen, wie man m\u00f6chte. Wir befinden uns noch an der Hauptroute aller Touristen, doch man sieht schon die M\u00f6glichkeiten, die sich nur wenige Kilometer vom Parkway entfernt im Backcountry ergeben.<br \/>\nWir halten an jedem Fluss, der unseren Weg kreuzt, und fachsimplen \u00fcber die \u201eRaftability\u201c des Gew\u00e4ssers. Dabei stellen wir schnell fest, dass die Fl\u00fcsse hier eine gigantische Flie\u00dfgeschwindigkeit und mickrige Temperaturen haben \u2013 kein Wunder, schlie\u00dflich sind wir ringsum im Umkreis von hundert Kilometern von gigantischen Gletschern umgeben. Das Tempo und die F\u00e4lle der Fl\u00fcsse n\u00f6tigen uns jedenfalls erstmal ordentlich Respekt ab. Sind wir daf\u00fcr wirklich fit genug nach ein paar Runden auf dem Hahnenbach und der Nahe?<\/p>\n<p>Der Weg f\u00fchrt uns letztendlich bis zum Mount Robson Provincial Park, der ein Postkartenpanorama zu bieten hat, dass wir bereits vorher im Internet bestaunt haben und als absolutes Must-Do abgespeichert hatten. Hier machen wir uns das erste Mal die F\u00fc\u00dfe nass&#8230;<\/p>\n<h2>Tour 1 \u2013 Kinney Lake:<\/h2>\n<p>Tagestour, Hike in 10 km \u2192 Raft out 4 km \u2192 Final hike out 7 km<\/p>\n<p>Bei weiterhin recht unbest\u00e4ndiger Wetterlage starten wir zun\u00e4chst zu einer 1-Tages-Test-Tour. Morgens geht es los am Mount Robson Visitor Center mit Packraft und Tagesgep\u00e4ck. Wir stellen rasch fest, dass man auf den gro\u00dfen Touristenpfaden nicht allzu schnell vorankommt, da man in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden von interessierten Wanderern angesprochen wird, die wissen m\u00f6chten, was man denn mit diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Gep\u00e4ck vor hat. Interessanterweise scheint selbst bei den Outdoor-Verr\u00fcckten Kanadiern packraften noch weitgehend unbekannt zu sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-970 size-full\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/3_Aufbau_am_Kinney_Lake.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1140\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/3_Aufbau_am_Kinney_Lake.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/3_Aufbau_am_Kinney_Lake-300x143.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/3_Aufbau_am_Kinney_Lake-768x365.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/3_Aufbau_am_Kinney_Lake-644x306.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<p>Der Weg ist mehr als einfach, breit und gut begehbar und erinnert mehr an Spazierengehen in der Eifel. Daf\u00fcr werden wir am Ende mit einer herrlichen Sicht auf den unwirklich t\u00fcrkisfarbenen Kinney-Lake entsch\u00e4digt. Wir umrunden den l\u00e4nglichen See und suchen uns einen Einstieg oberhalb am Zufluss. Da in Kanada der Gletscher, der den See speist, nie sonderlich weit entfernt ist, ist auch das Wasser empfindlich kalt \u2013 Kenter\u00fcbungen werden in beidseitigem Einverst\u00e4ndnis ersatzlos gestrichen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1028\" aria-describedby=\"caption-attachment-1028\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1028\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/4_Der_Kinney_Lake_im_strahlenden_T\u00fcrkis.jpg\" alt=\"Kinney-Lake Packrafting Kanada \u00a9 Jens K\u00fclzer\" width=\"2000\" height=\"1500\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/4_Der_Kinney_Lake_im_strahlenden_T\u00fcrkis.jpg 2000w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/4_Der_Kinney_Lake_im_strahlenden_T\u00fcrkis-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/4_Der_Kinney_Lake_im_strahlenden_T\u00fcrkis-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/4_Der_Kinney_Lake_im_strahlenden_T\u00fcrkis-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1028\" class=\"wp-caption-text\">Der Kinney-Lake in strahlendem T\u00fcrkis<\/figcaption><\/figure>\n<p>Los geht es \u00fcber den m\u00e4andernden Fluss mit kleinen Stromschnellen, ab und zu Treidelstellen im Kiesbett und jeder Menge Spa\u00df. Wir merken sofort, wieviel wir dieses Jahr dank Sebastian schon gelernt haben und f\u00fchlen uns erst schnell sicherer und dann wie die K\u00f6nige der Welt! Nach viel zu kurzer Zeit spuckt uns der Fluss bereits wieder in den Kinney-Lake und wir paddeln gem\u00fctlich, die Aussicht genie\u00dfend und stets nach Wildlife Ausschau haltend, einmal l\u00e4ngs \u00fcber den See bis zum vorher gescouteten Ausstieg. Den d\u00fcrfen wir nicht verpassen: kurz dahinter beginnt eine Wildwasserstrecke der Stufe 4 und mehr. Von einem lokalen Kayaktourenf\u00fchrer, der uns beim Abbau begegnet, erfahren wir, dass dieser Teil durchaus (mit Kayaks) befahren wird, allerdings nur etwas f\u00fcr Hartgesottene ist (er erz\u00e4hlte hierzu \u00fcbrigens, dass er als Jugendlicher gemeinsam mit seinem Bruder einen LKW-Reifen hier hoch gerollt und sich damit den Fluss hinunter gest\u00fcrzt hatte \u2013 ein Unterfangen, dass wir nach kurzer Besichtigung der nahen Wasserf\u00e4lle nicht unbedingt empfehlen k\u00f6nnen). Wir sind also jetzt angekommen, haben uns schon mal die F\u00fc\u00dfe nassgemacht und an Mareikes Geburtstag einen wundervollen Tag verbracht.<\/p>\n<h2>Tour 2 \u2013 Berg Lake (3-4 Tage)<\/h2>\n<p>Die n\u00e4chsten Tage umrunden wir in weitem Umkreis weiterhin den Mount Robson, mit kleinem Abstecher in den Wells Gray Provincial Park \u2013 ca. 100\u00a0Kilometer weiter s\u00fcdlich, und der Regen ist hier deutlich w\u00e4rmer. Unser gro\u00dfes Ziel: ein paar schneefreie Tage oben am \u201eRobbie\u201c.<\/p>\n<h3>Tag 1: Zum Whitehorn Campground<\/h3>\n<p>Hike in 11 km<\/p>\n<p>Immer auf der Suche nach Sonnenschein finden wir uns ca. eine Woche sp\u00e4ter wieder am Mount Robson Visitor Centre wieder ein. Dieses Mal mit dem Plan, eine Mehrtagestour bis zum ber\u00fchmten Berg Lake zu starten. Da dieser Weg recht beliebt und popul\u00e4r ist, muss man im Voraus die Campingpl\u00e4tze reservieren (unter <a href=\"http:\/\/discovercamping.ca\">discovercamping.ca<\/a>) und sich vor dem Start im Visitor Center registrieren. Der Anmeldeprozess ist schnell erledigt, und man darf, nein muss, sogar ein kurzes Video zum Verhalten im Bear Country \u00fcber sich ergehen lassen. Die Clips aus den 80ern sind am\u00fcsant anzuschauen, gleichwohl hat sich am Mensch-B\u00e4r-Verh\u00e4ltnis nat\u00fcrlich nicht viel ge\u00e4ndert in den letzten 40 Jahren. Au\u00dfer dass es heute B\u00e4renspray gibt&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-971\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/5_Vorbildlich_gepackt_auf_dem_Weg_zum_Whitehorn_Campground.jpg\" alt=\"\" width=\"1800\" height=\"2400\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/5_Vorbildlich_gepackt_auf_dem_Weg_zum_Whitehorn_Campground.jpg 1800w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/5_Vorbildlich_gepackt_auf_dem_Weg_zum_Whitehorn_Campground-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/5_Vorbildlich_gepackt_auf_dem_Weg_zum_Whitehorn_Campground-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/5_Vorbildlich_gepackt_auf_dem_Weg_zum_Whitehorn_Campground-644x859.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px\" \/><\/p>\n<p>Der erste Teil der Wanderung f\u00fchrt uns \u00fcber exakt den gleichen Spazierweg wie in Tour 1 zum Kinney Lake. Dieses Mal haben wir allerdings volles Gep\u00e4ck f\u00fcr 3 Tage dabei und geradezu vorbildlich gepackt. Sebastian w\u00e4re stolz auf uns. Die zus\u00e4tzlichen Kilos machen sich durchaus bemerkbar in direktem Vergleich zu unserer ersten Begehung. Wir wandern noch 2\u00a0Kilometer weiter als beim ersten Mal und erreichen gl\u00fccklich den Whitehorn Campground, einen herrlichen Campingplatz direkt am Fluss. Sobald man den Kinney Lake hinter sich gelassen hat, wird es sehr viel ruhiger und weniger touristisch. Nichtsdestotrotz ist der Weg stets gut erkennbar und auch die kleinen Campgrounds immer mit Plumpsklo und Food Storages bzw. Bear Poles ausgestattet. Einziges Manko in diesem Park: Feuer machen ist \u00fcberall strengstens verboten. Schade eigentlich, ein gem\u00fctliches Lagerfeuer w\u00e4re jetzt genau das richtige, zumal die aufziehende D\u00e4mmerung die K\u00e4lte der nahen Gletscher ank\u00fcndigt. Wir bauen unser Zelt auf und genie\u00dfen noch die letzten Sonnenstrahlen am Fu\u00dfe des Whitehorns.<\/p>\n<h3>Tag 2: Zum Berg Lake Campground<\/h3>\n<p>Hike in 9 km (\u2191900m) \u2192 Raft in 3 km<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-972\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/6_Aufstieg_zum_Berg_Lake.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/6_Aufstieg_zum_Berg_Lake.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/6_Aufstieg_zum_Berg_Lake-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/6_Aufstieg_zum_Berg_Lake-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/6_Aufstieg_zum_Berg_Lake-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<p>An Tag zwei erwartet uns ein anstrengender Aufstieg, der sich serpentinenartig und steil durch das \u201eValley of a thousand Falls\u201c nach oben schl\u00e4ngelt. Belohnt wird man in sehr regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden mit ph\u00e4nomenalen Aussichten auf das zur\u00fcckliegende Tal und \u2013 wie der Name schon sagt \u2013 unz\u00e4hligen Wasserf\u00e4llen, von denen jeder den Vorherigen zu \u00fcberbieten scheint. Die bekanntesten und gr\u00f6\u00dften von ihnen sind die Emporer Falls, f\u00fcr die man einen kleinen aber lohnenswerten Umweg von ca. 1\u00a0km einlegen kann. Auf dem durchaus matschigen Weg nach oben werden wir mehrfach von flotten Kanadiern \u00fcberholt. Es soll sogar welche geben, die den Aufstieg an nur einem Tag durchziehen. Aber die schleppen ja auch keine 10\u00a0Kilo Packrafting-Ausr\u00fcstung nach oben! Wir schuften uns also weiterhin ab und erreichen schlie\u00dflich den Berg Lake. Der imposante Gletscher, der auf keiner Postkarte aus der Gegend fehlt, l\u00e4sst sich bereits erahnen!<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Wanderweg noch mehrere Kilometer links am Ufer entlang \u00fcber ein Ger\u00f6llfeld verl\u00e4uft, queren wir das Ger\u00f6llfeld auf k\u00fcrzestem Weg Richtung Wasser. Warum laufen, wenn man auch Paddeln kann? Voller Vorfreude werden die Boote ausgepackt \u2013 nach kurzer Zeit haben wir um uns herum einen beeindruckenden Haufen an Material und Packs\u00e4cken (Packsystem!) ausgebreitet. Immer wieder erstaunlich, was in die Rucks\u00e4cke und danach in die Boote passt\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-973\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/7_Vorbereitung_am_Berg_Lake.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/7_Vorbereitung_am_Berg_Lake.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/7_Vorbereitung_am_Berg_Lake-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/7_Vorbereitung_am_Berg_Lake-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/7_Vorbereitung_am_Berg_Lake-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<p>Mit Schwung geht es ins Wasser (siehe Titelbild). Vor uns liegt der glasklare, und doch t\u00fcrkise Berg Lake. Im Wasser spiegelt sich der Gipfel des Mount Robson, des h\u00f6chsten Berges der kanadischen Rockies. Die einzigen Wellen auf dem Wasser kommen von unseren Packrafts. Nach einigen hundert Metern Paddelstrecke schiebt sich die gigantische Gletscherzunge ins Blickfeld. Im Gegensatz zu den anderen Wanderern kommen wir so ganz nah an den Gletscher heran. Wir sind vollkommen \u00fcberw\u00e4ltigt von diesem Anblick und der Ger\u00e4uschkulisse des kalbenden Gletschers. Mit dem n\u00f6tigen Sicherheitsabstand ziehen wir mehrfach vor der Eiswand unsere Kreise k\u00f6nnen es gar nicht fassen, dass wir wirklich hier sind \u2013 mittendrin in dem Postkartenmotiv der Region.<\/p>\n<figure id=\"attachment_974\" aria-describedby=\"caption-attachment-974\" style=\"width: 2400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-974 size-full\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/8_Vorbei_am_Gletscher.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/8_Vorbei_am_Gletscher.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/8_Vorbei_am_Gletscher-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/8_Vorbei_am_Gletscher-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/8_Vorbei_am_Gletscher-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-974\" class=\"wp-caption-text\">Im Packraft vor dem Gletscher<\/figcaption><\/figure>\n<p>Irgendwann k\u00f6nnen wir uns dann doch wieder l\u00f6sen und paddeln die restliche Strecke zum Berg Lake Campground, der als einer der gr\u00f6\u00dften Campingpl\u00e4tze mit 21 Tentpads direkt am See liegt. Als das Ufer in Sicht kommt sehen wir bereits zig Menschen am See stehen und Fotos schie\u00dfen. Klar, alle wollten den Gletscher im Sonnenuntergang knipsen. Da m\u00fcssen sie jetzt halt damit leben, dass sich ein gelbes Kokopelli und rotes Alpacka in ihre Fotos reinbomben! Ein ganz Verr\u00fcckter rennt vom Shelter auf das Ufer zu und schmei\u00dft sich mit Anlauf b\u00e4uchlings in den Kies. Wir sind \u00fcberzeugt, er hat sich schwer verletzt und braucht Hilfe, bis er seine Spiegelreflexkamera z\u00fcckt und drauf los fotografiert. Er berichtet uns, dass er uns schon den ganzen Tag auf dem See rumpaddeln sah (gelber und roter Punkt in der Ferne) und die ganze Zeit auf DAS Motiv gewartet hat. Selbst Alpacka befindet diese Bilderreihe als w\u00fcrdig, um sie wenige Wochen sp\u00e4ter auf ihrer offiziellen<a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/BqLV34JBqMT\/\"> Instagram-Seite<\/a>\u00a0zu ver\u00f6ffentlichen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_975\" aria-describedby=\"caption-attachment-975\" style=\"width: 2401px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-975 size-full\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/9_Ufer_am_Berg_Lake_Campground.jpg\" alt=\"\" width=\"2401\" height=\"895\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/9_Ufer_am_Berg_Lake_Campground.jpg 2401w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/9_Ufer_am_Berg_Lake_Campground-300x112.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/9_Ufer_am_Berg_Lake_Campground-768x286.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/9_Ufer_am_Berg_Lake_Campground-644x240.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2401px) 100vw, 2401px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-975\" class=\"wp-caption-text\">Ufer am Berg Lake Campground<\/figcaption><\/figure>\n<p>W\u00e4hrend wir am Ufer unsere Booten abbauen, m\u00fcssen mal wieder viele Fragen beantwortet werden. Insbesondere das Gewicht interessiert nat\u00fcrlich Viele. Witzigerweise sind gerade diejenigen, die eine Kamera mit mehreren Zoom-Objektiven den Berg hochgeschleppt haben, beeindruckt von unserer Zusatzlast.<br \/>\nDiese Nacht zittern wir uns im Zelt durch bei -5 Grad und sternenklarem Himmel. In der Ferne h\u00f6rt man dr\u00f6hnend den Gletscher kalben und das Kondenswasser friert an der Zelt-Innenwand zu glitzernden Eisblumen.<\/p>\n<h3>Tag 3 \u2013 Vom Berg Lake zur\u00fcck ins Tal<\/h3>\n<p>Raft Out 4 km, Hike Out 20 km<\/p>\n<p>Morgens ist es eiskalt und sonnig, aber unser Zelt steht leider zwischen den B\u00e4umen. \u00dcberhaupt ist die Sonne nur kurz da und verschwindet danach hinter dem Gipfel des Mount Robson und wir zittern weiter.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-961\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/11_Zwei_traurige_Eisbrecher.jpg\" alt=\"\" width=\"1800\" height=\"2400\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/11_Zwei_traurige_Eisbrecher.jpg 1800w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/11_Zwei_traurige_Eisbrecher-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/11_Zwei_traurige_Eisbrecher-768x1024.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/11_Zwei_traurige_Eisbrecher-644x859.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 1800px) 100vw, 1800px\" \/><\/p>\n<p>Als ich mit der Kaffeekanne zum See gehe und frisches Wasser hole, komme ich an unseren Booten vorbei, die wir tags zuvor entl\u00fcftet in einem gesch\u00fctzten Bereich am Ufer liegen gelassen haben. Zwei traurige Eisbrecher starren mich an. Kurz frage ich mich, ob das Material der Packrafts in gefrorenem Zustand wohl bricht oder biegsam bleibt? Nach dem Kaffee ist gl\u00fccklicherweise alles in der Morgensonne wieder aufgetaut und die Boote schaukeln schnell wieder ungeduldig im T\u00fcrkis.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1026\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/12_Der_R\u00fcckweg.jpg\" alt=\"Kanada R\u00fcckweg vom Berg Lake ins Tal \u00a9 Jens K\u00fclzer\" width=\"2000\" height=\"900\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/12_Der_R\u00fcckweg.jpg 2000w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/12_Der_R\u00fcckweg-300x135.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/12_Der_R\u00fcckweg-768x346.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/12_Der_R\u00fcckweg-644x290.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/p>\n<p>Bei perfektem Wetter starten wir gegen 11 Uhr erneut am Berg Lake (der hei\u00dft \u00fcbrigens so, weil der Gletscher dort reinkalbt und kleine Ice\u201cbergs\u201c manchmal auch im Sommer im See schwimmen). Trotz ein wenig Gegenwind kommen wir z\u00fcgig voran und \u00fcberholen auf dem Weg alle Wanderer, die zu Fu\u00df am Campground gestarted sind. Wir vermissen nicht eine Sekunde das Wandern auf Kies und Ger\u00f6ll.<\/p>\n<p>Am Ende des Sees passieren wir unsere Einstiegsstelle und entern den Abfluss. Hier beginnt der Robson River. Es geht ca. 3\u00a0km \u00fcber Kies, Sand und Stein mit teils beeindruckender Geschwindigkeit. Das Wasser eines Nachbargletschers kommt hinzu und wir gleiten auf einem t\u00fcrkisen Band durch das Hochtal.<\/p>\n<figure id=\"attachment_962\" aria-describedby=\"caption-attachment-962\" style=\"width: 2400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-962 size-full\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/13_Dahingleiten_auf_dem_Robson_River.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/13_Dahingleiten_auf_dem_Robson_River.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/13_Dahingleiten_auf_dem_Robson_River-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/13_Dahingleiten_auf_dem_Robson_River-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/13_Dahingleiten_auf_dem_Robson_River-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-962\" class=\"wp-caption-text\">Dahingleiten auf dem Robson-River<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am Emperor Falls Campground ist unser Ausstieg, den wir schon auf dem Hinweg als letzte M\u00f6glichkeit auserkoren haben. Danach geht es nur noch steil bergab und man h\u00f6rt bereits das Rauschen der Wasserf\u00e4lle.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1030\" aria-describedby=\"caption-attachment-1030\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1030 size-full\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/14_Fertig_gepackt_ein_wehm\u00fctiger_Blick_zur\u00fcck.jpg\" alt=\"Packrafting Kanada fertig gepackt \u00a9 Jens K\u00fclzer\" width=\"2000\" height=\"1145\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/14_Fertig_gepackt_ein_wehm\u00fctiger_Blick_zur\u00fcck.jpg 2000w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/14_Fertig_gepackt_ein_wehm\u00fctiger_Blick_zur\u00fcck-300x172.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/14_Fertig_gepackt_ein_wehm\u00fctiger_Blick_zur\u00fcck-768x440.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/14_Fertig_gepackt_ein_wehm\u00fctiger_Blick_zur\u00fcck-644x369.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1030\" class=\"wp-caption-text\">Ein wehm\u00fctiger Blick zur\u00fcck<\/figcaption><\/figure>\n<p>Wir schaffen es sogar, bei warmen Sonnenschein unsere Ausr\u00fcstung durchzutrocknen und in Ruhe zu packen. Wir lassen uns Zeit, es graut uns bereits vor dem Fu\u00dfweg zur\u00fcck: 20\u00a0km bei insgesamt 1000\u00a0Meter H\u00f6henunterschied an nur einem Tag \u2013 nach dem Paddeln wohlgemerkt \u2013 wird von uns im R\u00fcckblick als \u201ekann man machen \u2013 muss man aber nicht\u201c-Erfahrung bewertet. Die Tour ist und bleibt \u00fcberw\u00e4ltigend und aussichtsreich bei bestem Wetter, doch ab dem Whitehorn zieht es sich wie Kaugummi und abends sind wir einfach nur fix und fertig.<\/p>\n<p>Alternativ k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich problemlos wieder am Whitehorn-Campground einkehren, gem\u00fctlich zelten und am 4. Tag \u00fcber den Kinney Lake zur\u00fcck paddeln oder wandern. Auf uns wartet stattdessen sp\u00e4t am Abend im Tal ein kleines gemietetes Cottage, was uns auf Anhieb so gut gef\u00e4llt, das wir gleich mal 2 Tage dort bleiben. Kurze Zeit sp\u00e4ter h\u00e4ngt der ganze Raum voll mit Schlafs\u00e4cken, Zeltplanen, Trockis, Socken und Shirts. Man muss ja ausnutzen, dass man alles wieder ordentlich trocknen und f\u00fcr die n\u00e4chste Tour vorbereiten kann&#8230;<\/p>\n<h2>Tour 3 \u2013 Glacier Lake<\/h2>\n<p>Hike in 10 km \u2192 Raft out 10 km<\/p>\n<p>Diese Tour hatte uns unser pers\u00f6nlicher Packrafting-Berater aus Canmore empfohlen. Den Ausstieg hatten wir bereits zwei Wochen vorher auf unserer ersten Fahrt \u00fcber den Icefields-Parkway erkundet. Der doch gewaltige Saskatchewan, der hier mit dem Howse-River zusammenflie\u00dft, war uns damals noch recht respekteinfl\u00f6ssend vorgekommen. Trotzdem stand die Tour auf unserer Liste \u2013 um diese Jahreszeit wurde vorausgesagt, dass am Glacier Lake au\u00dfer uns keine Menschenseele mehr zu finden sei und wir deswegen den kleinen Campground mit 5 Zeltpl\u00e4tzen sicherlich f\u00fcr uns alleine h\u00e4tten. F\u00fcr alle Backcountry-Campgrounds in Banff gilt \u00fcbrigens, dass sie vorab reseriert werden m\u00fcssen! Das macht die Spontanit\u00e4t nat\u00fcrlich etwas schwieriger, wir haben letztendlich aber auch erst am Tag vor dem Start reserviert und hatten keine Probleme. Als wir der Dame im Visitor Center von unserer Idee erz\u00e4hlten, war sie begeistert: \u201eOh you are going to hike in and raft out? Great!\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_963\" aria-describedby=\"caption-attachment-963\" style=\"width: 2400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-963 size-full\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/15_Blick_auf_den_Howse_River.jpg\" alt=\"Blick auf den Howse River\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/15_Blick_auf_den_Howse_River.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/15_Blick_auf_den_Howse_River-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/15_Blick_auf_den_Howse_River-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/15_Blick_auf_den_Howse_River-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-963\" class=\"wp-caption-text\">Blick auf den Howse River<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erneut mit vollem Gep\u00e4ck ger\u00fcstet starten wir zu Fu\u00df von einem kleinen Wanderparkplatz in der N\u00e4he des Saskatchewan River Crossing. Der ca. 10\u00a0km lange Hinweg ist \u00fcberwiegend im Wald gelegen und teils zugeschneit, zwischenzeitliche Ausblicke auf den Fluss im Tal nutzen wir, um uns vorab einen Plan f\u00fcr die kommende Packrafting-Nummer zu machen. Das Sch\u00f6ne an dieser Tour ist, dass das Flusstal nur sehr schwer zu Fu\u00df zu erreichen ist und man daher schon wei\u00df, dass einen ein exklusives Abenteuer ohne andere Wanderer erwartet.<\/p>\n<p>Am Glacier Lake angekommen erwartet uns eine wunderbare Aussicht auf den \u201eGlacier\u201c (der hei\u00dft \u00fcbrigens wirklich so) und den zugeh\u00f6rigen See, eine Feuerstelle und Bear-Pole \u2013 und sehr viel Wind! Auf diesen muss man sich hier einstellen, die Warnung des Park Wardens hallt uns noch im Ohr (\u201eexpect windy conditions\u201c).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-964\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/16_Zimmer_mit_Ausblick.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1603\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/16_Zimmer_mit_Ausblick.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/16_Zimmer_mit_Ausblick-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/16_Zimmer_mit_Ausblick-768x513.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/16_Zimmer_mit_Ausblick-644x430.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<p>Wie vorhergesagt, sind wir mutterseelenallein und nutzen den noch fr\u00fchen Tag, um eine Begehung des Flusses zu machen, der sich letztendlich im gro\u00dfen Flusstal zuerst mit dem Howse-River und dann mit dem Saskatchewan vereint. Der Plan ist, direkt am Seeufer zu starten und talw\u00e4rts zu fahren. Wir sehen schon einige knifflige Stromschnellen und \u00fcberlegen uns Taktiken um sie m\u00f6glichst elegant zu umschiffen. Das letzte Drittel l\u00e4sst sich nicht mehr scouten und wir gehen davon aus, dass es schon irgendwie gehen wird&#8230;<\/p>\n<blockquote><p><strong>Kleine Anekdote am Rande:<\/strong> Als zivilisierter Deutscher f\u00fchlt man sich alleine in so einer Gegend (in 10-15 km Umkreis keine Menschenseele) schon ziemlich ab vom Schuss und draufg\u00e4ngerisch. F\u00fcr Kanadier ist dies vermutlich wie ein Spaziergang im Schwarzwald. Wir f\u00fchlen uns aber ziemlich verwegen, als wir uns an diesem Abend in unsere Schlafs\u00e4cke ins Zelt kuscheln. Am fr\u00fchen Morgen werden wir dann von einem Ger\u00e4usch geweckt, dass \u2013 da sind wir uns nach kurzer schlaftrunkener Diskussion einig \u2013 wie Hufgeklapper am Kiesstrand klingt. Wildlife! Nach einiger \u00dcberwindung sch\u00e4lt sich Jens aus der W\u00e4rme des Schlafsacks nach drau\u00dfen in die Eisesk\u00e4lte, bewaffnet mit Kamera, B\u00e4renspray im Anschlag und der festen \u00dcberzeugung, gleich einem Elch gegen\u00fcberzustehen. Der vermeintliche Paarhufer stellt sich jedoch als unversch\u00e4mtes Streifenh\u00f6rnchem heraus, welches von seinem sicheren Platz \u00fcber uns in den B\u00e4umen das Umfeld unseres Zeltes mit Tannenzapfen bombardiert&#8230; Nach kurzem Fauchen und weiteren Zapfengranaten sind die Machtverh\u00e4ltnisse gekl\u00e4rt und Jens kommt ohne Elch-Foto zur\u00fcck ins Zelt.<\/p><\/blockquote>\n<figure id=\"attachment_1031\" aria-describedby=\"caption-attachment-1031\" style=\"width: 2000px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1031\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/17_Fr\u00fchst\u00fcck_am_Ufer_des_Glacier_Lake.jpg\" alt=\"Fr\u00fchst\u00fcck am Ufer des Glacier Lake \u00a9 Jens K\u00fclzer\" width=\"2000\" height=\"1500\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/17_Fr\u00fchst\u00fcck_am_Ufer_des_Glacier_Lake.jpg 2000w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/17_Fr\u00fchst\u00fcck_am_Ufer_des_Glacier_Lake-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/17_Fr\u00fchst\u00fcck_am_Ufer_des_Glacier_Lake-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/17_Fr\u00fchst\u00fcck_am_Ufer_des_Glacier_Lake-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1031\" class=\"wp-caption-text\">Fr\u00fchst\u00fcck am Ufer des Galcier Lake<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck starten wir mir unseren Packrafts auf dem Glacier Lake und st\u00fcrzen uns todesmutig in die Stromschnellen, die wir am Tag zuvor ausgekundschaftet haben. Das kostet uns zun\u00e4chst etwas \u00dcberwindung, sorgt dann aber f\u00fcr jede Menge Jubelschreie. Action!<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-965\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/18_Raft_Out.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/18_Raft_Out.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/18_Raft_Out-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/18_Raft_Out-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/18_Raft_Out-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<p>Da der Fluss eher Kategorie &#8222;uneinsehbar&#8220; ist, m\u00fcssen wir h\u00e4ufig anhalten, Hindernisse umtragen und neu scouten. Irgendwann, das letzte Drittel (sic!) ist angebrochen, ersp\u00e4hen wir einen gesch\u00e4tzt ca. 4 Meter hohen Wasserfall. Danach verengt sich der Fluss rei\u00dfend in einen Canyon. Das ist uns dann doch zuviel Action, und ein Alternativplan muss her. Laut Karte ist der parallele Pferdepfad nur 70 Meter entfernt. Leider nicht auf Flussh\u00f6he \u2013 also liften wir die Boote eine steile und rutschige B\u00f6schung hoch. Einpacken und alles nachher wieder auspacken kommt nicht in Frage. Also wird der ganze Krempel ca. 1\u00a0km durch den Wald getragen &#8211; einem Weg folgend, den zuletzt vermutlich vor mehreren Monaten ein Pferd aus der N\u00e4he gesehen hat. Macheten w\u00e4ren jetzt ganz gut. Ohne ist vielleicht aber auch besser so, die Stimmung droht einige Mal ob der Anstrengung gef\u00e4hrlich zu kippen.<\/p>\n<p>Irgendwann haben wir auch dieses Wegst\u00fcck geschafft und landen am Anfang des gro\u00dfen Flusstals des Howse-Rivers. Die Boote fliegen ins Wasser und wir sind froh, nichts mehr tragen zu m\u00fcssen. Vor uns liegen 3 Stunden herrliches Paddelvergn\u00fcgen bei ordentlicher Str\u00f6mung in einem fantastischen Panorama. Die Paddeltour hier ist mit Abstand die einsamste, menschenleer \u2013 und wundersch\u00f6n. Der Saskatchewan und der Ausstieg, der uns vor zwei Wochen noch als rei\u00dfendes Ungeheuer vorgekommen ist, macht noch einmal richtig Bock auf mehr und ist \u2013 nat\u00fcrlich \u2013 gar nicht so schlimm. Aus der Wasserperspektive sieht halt alles anders aus als vom trockenen Ufer\u2026<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-966\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/19_Seitenarm_des_Howse-River.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/19_Seitenarm_des_Howse-River.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/19_Seitenarm_des_Howse-River-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/19_Seitenarm_des_Howse-River-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/19_Seitenarm_des_Howse-River-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<h2>Tour 4: Bow-River von Banff nach Canmore<\/h2>\n<p>Hike in 6 km (variabel) \u2192 Raft out ~8 km<\/p>\n<p>Eine eher \u00fcbersichtliche Tagestour ist der Wasserweg auf dem Bow-River von Banff nach Canmore. Wer wenig Zeit hat, kann einfach von Canmore aus den Bus nach Banff nehmen, und dort direkt unterhalb der Falls in den Bow-River einsteigen. Wir nehmen uns die Zeit und wandern ca. 6\u00a0km den Fluss hoch, um irgendwo mittendrin einzusteigen. Der Bow ist ein fantastischer Fluss mit glasklarem Wasser, mit jetzt 1-2\u00a0Metern relativ tief und einer kaum zu erkennenden, sehr flotten Str\u00f6mung. Die ca.\u00a08\u00a0km auf dem Wasser vergehen wie im Fluge, der Fluss tr\u00e4gt uns mit beeindruckender Geschwindigkeit zur\u00fcck. In den Kurven gibt es hier sogar richtig Action, und es erfordert etwas Muskelkraft, nicht ans Ufer gedr\u00fcckt zu werden. Zwischendurch lassen wir uns einfach treiben, schauen den Forellen unter uns zu und schwelgen in Gedanken an die letzten 3 Wochen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-968\" src=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20_Die_letzten_Meter_Wasser_in_Kanada.jpg\" alt=\"\" width=\"2400\" height=\"1800\" srcset=\"https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20_Die_letzten_Meter_Wasser_in_Kanada.jpg 2400w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20_Die_letzten_Meter_Wasser_in_Kanada-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20_Die_letzten_Meter_Wasser_in_Kanada-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.land-water-blog.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/20_Die_letzten_Meter_Wasser_in_Kanada-644x483.jpg 644w\" sizes=\"auto, (max-width: 2400px) 100vw, 2400px\" \/><\/p>\n<h2>Tipps und Tricks<\/h2>\n<h3>Es muss nicht immer Expedition sein<\/h3>\n<p>Wer nicht unbedingt eine 10 Tages-Expedition auf eigene Faust machen will, ist mit mehreren Touren \u00fcber wenige Tage in den gro\u00dfen Parks gut bedient. Man hat so die M\u00f6glichkeit, mehr von Kanada (wenn das \u00fcberhaupt geht bei den gigantischen Ausma\u00dfen) zu sehen in der wertvollen Urlaubszeit. Wie wir selber gemerkt haben, kann man so auch eher flexibel aufs Wetter reagieren. Schlechtes Wetter ist zwar mit der richtigen Ausr\u00fcstung ertragbar, aber 10 Zentimeter Schnee auf dem Zelt muss man m\u00f6gen. Trotzdem ist der September vermutlich eine der besten Reisezeiten f\u00fcr diese Region Kanadas: Weniger Regen als in den Monaten vorher, nicht so hei\u00df und definitiv weniger M\u00fccken. Und auch wenn uns immer gesagt wurde, dass die Fl\u00fcsse wenig Wasser h\u00e4tten, reicht es f\u00fcr die gen\u00fcgsamen Packrafts vollkommen aus.<\/p>\n<h3>Trip-Planning<\/h3>\n<p>Wer die Wasser-Wanderkarten aus Deutschland kennt, wird von Kanada echt auf die Probe gestellt. Es gibt wohl nichts in der Art, jedenfalls nicht f\u00fcr Banff und Jasper \u2013 f\u00fcr die \u201ekleineren\u201c Parks schon mal gar nicht. Man kann sich behelfen mit Wanderkarten, diese geben jedoch nur einen groben Eindruck der Fluss-Topographie. Wasserf\u00e4lle sind hier n\u00e4mlich nur eingezeichnet, wenn sie eine touristische Attraktion darstellen. Und das geht in Kanada gef\u00fchlt erst so ab 10 Meter H\u00f6he los. Die Tipps aus dem Outdoor-Laden in Canmore waren aber Gold wert, denn der nette Helfer hatte zumindest eine Ahnung, ob und wie etwas befahrbar ist.<\/p>\n<p>Als Fans von Open-Streetmaps dachten wir auch, dass man ja online viele Informationen bekommen kann. Pustekuchen. Noch nicht einmal die offiziellen Trails des Parknetzes oder die Campgrounds sind alle in OSM eingetragen. Warum ist uns ein R\u00e4tsel, aber selbst Wanderwege auf Kuba sind hier besser kartografiert.<\/p>\n<p>Es gibt unz\u00e4hlige m\u00f6gliche Packrafting-Touren alleine in Banff, Jasper und den angrenzenden Parks, alle mit unterschiedlicher Landschaft und bizarrer Sch\u00f6nheit. Aufgrund des verfr\u00fchten Wintereinbruchs konnten wir von den urspr\u00fcnglich vorgesehenen Touren einige nicht durchf\u00fchren, z.B. die zum Mount Assiniboine. Desweiteren kommen, wenn man nur zu zweit unterwegs ist, eigentlich nur Rundtouren in Frage, denn wenn am Ausstiegspunkt kein Auto bereit steht, ist man in der Einsamkeit Kanadas aufgeschmissen. Deshalb auch unser Motto \u201eHike in and raft out\u201c. Gr\u00f6\u00dfere Gruppen k\u00f6nnen hier nat\u00fcrlich anders planen und mehrere Autos aufteilen.<\/p>\n<h3>Ausr\u00fcstung<\/h3>\n<p>Wer schon eine <a href=\"https:\/\/www.land-water-adventures.com\/de\/touren-kurse\/hunsrueck\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hunsr\u00fcck-Tour<\/a> oder andere Expedition mitgemacht hat, besitzt vermutlich bereits vieles an Ausr\u00fcstung, was man f\u00fcr Kanada braucht. Unverzichtbar sind nat\u00fcrlich die Trockis, denn alle Fl\u00fcsse und Seen hier werden von Gletschern gespeist und sind selbst im Sommer eher \u2026 frisch. Wer sich fragt, wie man den ganzen Krempel dahin bekommt: Die Ausr\u00fcstung f\u00fcr 2 Leute passt problemlos in einen gro\u00dfen Koffer oder BigZip \u2013 und ein zus\u00e4tzliches Gep\u00e4ckst\u00fcck bekommt man f\u00fcr ca. 70 Euro \u00fcber den Atlantik.<br \/>\nWenn man, wie wir, mit dem Mietwagen unterwegs ist, stellt man schnell fest, dass man au\u00dferhalb der eigentlich im Fokus stehenden Packrafting-Touren ja die ganze Zeit aus dem Auto zeltet. Feuerholz ist an den Campingpl\u00e4tzen in der Regel vorhanden \u2013 blo\u00df handelt es sich um halbe Baumst\u00e4mme, die teilweise schon seit Wochen im Regen liegen. Wir h\u00e4tten uns sooo sehr ein Beil gew\u00fcnscht&#8230;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wir 2017 das erste Mal bei einer Packrafting-Tour mit LWA an der Nahe dabei waren, war recht schnell klar, dass das nicht unsere einzige Begegnung mit diesem Sport bleiben w\u00fcrde. Ein halbes Jahr sp\u00e4ter und um eine Hunsr\u00fcck-Erfahrung sowie zwei eigene bunte Gummiboote reicher planen wir dann bereits unseren n\u00e4chsten gro\u00dfen Urlaub und lange gehegten Traum: Kanada! Vom Raftingfieber gepackt k\u00f6nnen wir uns Kanada ohne Packrafts nicht mehr vorstellen und beginnen mit der Organisation.<\/p>","protected":false},"author":2,"featured_media":1023,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[67,10],"class_list":["post-1038","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-tours","tag-kanada","tag-winter"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1038","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1038"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1038\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2429,"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1038\/revisions\/2429"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1023"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1038"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1038"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.land-water-blog.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1038"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}